Molas für den Weihnachtsmarkt

MolaBild2017Schüler und Schülerinnen der Klassen 5B und 5C haben sich mit der Kultur der Kuna-Indianer, die auf den San Blas Inseln vor der Küste Panamas leben, beschäftigt und mit selbst genähten Bildern, in Anlehnung an die Mola-Technik der Kunas, gestaltet. Sie haben für ihre Molas sowohl Tiermotive der Kuna-Indianer als auch weihnachtlichen Motive verarbeitet. So entstanden kleine, farbenfrohe Textilbilder, die auf dem historischen Weihnachtsmarkt betrachtet werden können.

Ursprünglich lebten Kuna-Indianer auf dem Festland und haben ihre Körper bemalt. Aber auf den Inseln ist es sehr windig, so dass für sie die Notwendigkeit bestand, sich zu kleiden. So entwickelten sie die einzigartige Mola-Technik.

Bei der Umgestaltung des Kastens wurden sie von Schülern des Literaturkurses Bühnenbild unterstützt.

Mola bedeutet zum einen der Begriff „Bluse“ und erklärt zum anderen die Technik, in der die Blusen genäht werden. Als Mola werden die kompletten Blusen der Kuna-Frauen und beiden rechteckigen Bluseneinsätze der Vorder- und Rückseite, bezeichnet. Die Motive auf den Blusen sind eher traditionell. Diese Volkskunst wird von Generation zu Generation weitergeben. Bereits im Alter von vier Jahren beginnen die Mädchen das Nähen einer Mola zu erlernen. Der Verkauf von Molakana ist einer der wichtigste Bestandteile des Familieneinkommens. 

Zum Aufbau einer Kuna-Mola: Begonnen wird mit dem so genannten Basisstoff. Alle weiteren Stofflagen haben die gleiche Größe, unterscheiden sich nur in den Farben. In diese Basisstofflage wird niemals hinein geschnitten: sie dient der Fixierung der folgenden Stoffe. In die anderen Stoffe werden, je nach Muster, Schlitze geschnitten, die Ränder umgeklappt und festgenäht, so dass die Farben darunter zu sehen sind. Je mehr Lagen verarbeitet werden, umso „brettiger“ wird das Endergebnis. Um eine MOLA farbenprächtiger zu gestalten, kann man auf die letzten Stofflage kleine Stoffstücke aufheften.

Ilona Reinhardt