Poetry Slam am 02.10.2020

Poetry MikroDer Literaturkurs Theaterspiel hat in diesem Jahr ein kleines Experiment gewagt und einen Poetry Slam inszeniert. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses schrieben dazu eigene kreative Texte, probten diese und trugen sie vor einem kleinen Publikum unter Abstand und Anstand vor. Die Texte behandelten unterschiedliche Themen und reichten von Märchen bis zu Katzen, gingen der Frage nach: „Was ist normal?“ oder beschäftigten sich mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Bei der Aufführung im Oktober erklangen ruhige und fragende sowie schwarz-humorige und bissige Töne. Für die Schülerinnen und Schüler war der Abend eine neuartige Erfahrung.

Hier einige Eindrücke der Teilnehmenden:

Unser Slam war eine tolle Gelegenheit auch außerhalb des Kurses die eigenen Ergebnisse zu präsentieren. Dabei hat mir besonders gefallen, dass wir unsere Texte und die Veranstaltung nach eigenen Wünschen gestalten konnten. Vom Publikum bekamen wir durchweg positive Rezensionen und auch ich hatte großen Spaß an Planung und Auftritt.

Talisha Mroß

Die Teilnahme am Poetry Slam war eine sehr schöne Erfahrung. Der Abend war wirklich lustig und es hat sehr viel Spaß gemacht selber mal so einen Text zu schreiben. Es war eine ganz neue Erfahrung!

Karolina Gaweda

Ich empfand den Poetry Slam selbst als Teilnehmer als sehr unterhaltsam und durchaus lehrreich. Nicht nur, weil sich durch die vielen Texte die innersten Werte der Personen ausgedrückt haben, sondern auch, weil es selbst zu weiterer literarischer Arbeit bewegt hat. Wir haben uns gegenseitig die Texte vorgetragen, analysiert, kritisiert und aufpoliert, was bei der Aufführung noch einmal deutlich geworden ist, da das Publikum es sehr genossen hat. Es ist immer wieder schön zu sehen, wenn Schüler auch mal selber den Stift in die Hand nehmen, anstatt nur die Werke anderer zu begaffen und im Unterricht trocken zu analysieren.

Lennart Ak

Von Anfang an hat mir die Idee des Poetry Slams gut gefallen.  Immer öfter habe ich mir in den letzten Jahren Slams zu aktuellen Themen im Internet angesehen und war wieder und wieder fasziniert. Auch der Wunsch sich einen Poetry Slam mal live anzusehen war groß. Bei einem dabei sein, das hätte sich nicht einmal träumen lassen. Der gesamte Prozess hat mir unglaublich viel Spaß bereitet. Ideen sammeln, brainstorming, schreiben, verbessern, nochmal verbessern, ein letztes Mal durchgehen und schließlich auf der Bühne unserer Schule vortragen. Es war ein toller Abend mit einem - was ich so gehört habe - über alle Maßen begeisterten Publikum.

Charlotte L. Biskamp

Der Slam war eine interessante Herausforderung für mich. Als Mensch mit autistischen Zügen ist es oftmals schwierig für mich, Gefühle auszudrücken, da ich sie nur schlecht erkennen und einschätzen kann, weshalb ich den Weg des Humors wählte. Da meine „Erkrankung“ sonst nicht wirklich sichtbar ist, sondern sich nur in meinen Reaktion zeigt, überraschte mich der Beifall und das positive Feedback der Zuschauer, also sowohl Lehrer als auch Schüler, und meiner Kurskameraden. Die besondere, auch Angst erregende Situation des Im-Mittelpunkt-Stehens und vor-vielen-Menschen-Redens sind für jeden wertvolle Erfahrungen.

Paul Oebel

Ich fand, der Poetry Slam war eine gute Gelegenheit neue Fähigkeiten zu entdecken und sich auszuprobieren. Es war schön zu sehen, dass man trotz der derzeitigen Situation etwas als Kurs auf die Bühne bringen konnte.

Nele Koriath

Man kann sagen, dass der Poetry Slam ein sehr gelungener Abend war. Dies wurde mir auch vom Publikum bestätigt. Insgesamt war es eine tolle Erfahrung und hat sehr viel Spaß gemacht.

Luis Drepper

Mein Eindruck des Abends war eine gelassene, aber aufregende Stimmung. Die Texte wurden mit einer tollen Ausdrucksweise und Emotionen vorgetragen, wodurch man sich mit dem Verfasser verbunden und in den Vortrag eingebunden gefühlt hat. Mein eigener Auftritt war sehr aufregend. Zuerst war ich sehr angespannt, diese Anspannung hat sich jedoch schnell gelöst und ich konnte die Gebanntheit des Publikums spüren. So war der gesamte Abend für mich eine tolle literarische Erfahrung, mit einem auflockernden Entertainment drum herum.

Lisa Söhngen